Die Romantiker

Die Romantik bezeichnet einen geistigen und künstlerischen Einschnitt in der Kulturgeschichte am Ausgang des 18. Jahrhundert, der mit zeitlich offener Grenze weit in das 19. Jahrhundert reicht, wobei um 1830 mit dem Umbruch in den bürgerlichen Stilpluralismus eine sinnvolle Zäsur zu setzen ist. Der Schriftsteller Novalis (Friedrich von Hardenberg), der zuerst vom “Romantiker” sprach, schuf selbst die bekannteste Definition dieser Strömung: “Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es.”

 

Die romantische Tendenz, sich von Zwängen zu befreien und Gefühle zum Ausdruck zu bringen, ist keinem einheitlichen Stil unterzuordnen, sondern tritt durch die Wahl der Themen, die Art der Darstellung und die ausdrucksstarke Farbgebung hervor. Die charakteristischen Motivkreise behandelten zum einen die Sehnsucht und Liebe, die oft im Zusammenhang mit der Nacht, Naturverbundenheit und Reisen dargestellt wurden und zum anderen das Unheimliche in Ruinen, Hünengräbern und Friedhöfen. Aber auch allegorische Motive der Nationalromantik mit dem Hang zur Vergangenheit und der Idealisierung des Mittelalters erfreuten sich unter den Künstlern großer Beliebtheit.

 

Als Symbol des “Weltschmerzes” etablierte sich der Mythos der blauen Blume, die das Nächtliche, das Fernweh und die Sehnsucht verkörperte. Zum bevorzugten Sujet in der Malerei wurde die Landschaft als Schauplatz höherer Mächte, aber gleichzeitig als Spiegelung einer Innenschau des Subjekts.

MadonnaLisa Kunsthandel
  • Facebook - Black Circle
  • Instagram - Black Circle
  • Pinterest - Black Circle